Umweltfreundliches Oktoberfest?!
Freitag, 26. September 2008“O’zapft is!” - damit beginnt wie immer das Oktoberfest in München, von vielen herbeigesehnt und heiß erwartet. Aus Klima- und Umweltgesichtspunkten ist so eine Veranstaltung natürlich eher ein negativer Höhepunkt. Was tun, will man den Menschen den Spaß und das Feiern nicht komplett verderben?!
Interessanterweise setzen die Wirte und Veranstalter seit Jahren vermehrt auf umweltfreundlichen Strom und haben Maßnahmen initiiert, um Energie zu sparen. Sicher sind diese Maßnahmen nicht komplett uneigennützig, sind doch die Energiepreise ein Hauptgrund dafür. Aber zumindest steuern die Kosten einen Teil der Motivation.
Dabei kam mir die Frage, ob es denn überhaupt möglich ist, ein umweltfreundliches Oktoberfest zu veranstalten? Die Maßnahmen der Wirte in aller Ehren, aber die Hauptlast des Energieverbrauchs geht sicher von den Besuchern (Müll, Anreise, Übernachtungen etc.) aus. Arme Umwelt…dachte ich bis dahin…
…aber weit gefehlt, beim genaueren Hinschauen wird eine Menge unternommen, um neben Spaß und Ausgelassenheit die Umwelt nicht zu kurz kommen zu lassen. Bereits 1997 wurde die Stadt München vom Bundeswirtschaftsministerium für die umweltfreundliche Organisation der Großveranstaltung ausgezeichnet. Schließlich will man in vielen Jahren auch noch feiern. Die Stadt München ist so seit Jahren bestrebt, das Oktoberfest zu einem “Ökofest” werden zu lassen. So kommen neben Mehrweggeschirr, getrenntes Abfallhandling und Wassereinsparungsmaßnahmen nun immer mehr auch Ökostrom- bzw. Stromsparmaßnahmen zum Zug. Auf diesem Weg konnten seit Jahren Unmengen an Müll, Abwasser und Stromverschwendung vermieden werden. Darüber hinaus müssen die Wirte und Betreiber bei der Zulassung auch die Prüfung in Punkto “Umweltverträglichkeit” über sich ergehen lassen.
Wenn nun noch die Besucher entsprechend handeln würden, wären wir auch dort auf einem guten Weg. Na dann…Prost!
