Archiv für die Kategorie ‘Natur’

Weltsteuer und Wolf im Schafspelz

Sonntag, 07. September 2008

Globale Klimasteuer … Da stolpere ich heute über eine Tagung im kühlen Norden, wo man vorschlägt, eine Weltsteuer für den Kilmaschutz einzuführen. Also genauer: Der globale Handel mit Emissionsrechten soll weiterausgebaut werden, u.a. sollen in sämtlichen Ländern die wichtigsten Verschmutzer identifiziert werden. Im gleichen Zug wird eine globale Steuer für den Kilmaschutz eingefügt. Wenn man die Idee ohne den Hintergrund der Schwierigkeiten beim Kyoto-Protokoll und der Heterogenität aller Staaten betrachtet, sicherlich eine wertvolle Idee. Wenn man die Welt betrachtet, auf der wir leben, ist diese Idee nicht für diese gemacht.

Schweine im Weltall Berlin … In einem Jahr sollen 100 Smarts mit Elektroantrieb in Berlin fahren. Das Ganze wird von RWE und Daimler vorangetrieben. RWE setzt (u.a.) auf Braunkohle, 25% ist der Durchschnitt, RWE liegt bei 42% im Energiemix. Nun jetzt weiss man, wie der Abbau der Braunkohle Einfluss auf die Landschaft und auf das Klima nimmt. Da muss man kein Umweltschützer sein, um sich für den Erhalt einer natürlichen Umwelt sich einzusetzen (s. dazu Tagebau Hambach).
Die Aktion in Berlin hatte auch was Gutes. Greenpeace veredelte die Smarts in pinkfarbene Schweine. Sehr nett …

Verrückte Gletscheraktion

Samstag, 16. August 2008

da gibt es einen Mainzer Professor, Herrn Hans-Joachim Fuchs, der einen Gletscher retten möchte, in dem man den Wind als eine Ursache der Erosion verhindert: Man(n) baut einen Windfang. Der ausführliche Bericht, gerne auch mit einen guten Pfund Kritik an diesem Vorhaben, gibt es bei SpON: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,572107,00.html

Für mich zusammenfassend: die Idee etwas merkwürdig und anscheinend nicht zielführend. Wenn man sich die Medienberichte anschaut, ist eventuell es auch nicht primäres Ziel einer Gletscherrettung.

Das Bienensterben …

Montag, 21. Juli 2008

Ich erinnere mich noch gut, wie vor wenigen Monaten ein Imker aus dem Breisgau über das Bienensterben im Deutschlandfunk berichtete. Ähnliche Berichte gab es auch aus den USA. Ein Krankheitserreger namens Israelischer Paralyse-Virus war hier in vielen toten Bienen diagnostiziert worden.

Inzwischen weiss warum, im Süden von Deutschland die Bienen gestorben waren. Schuld war das Saatgutbeizmittel Clothianidin von Bayer. Ducrh unsachgemäße Beizung konnte sich das Beizmittel beim Aussäen in die Luft verteilen, und in der Luft sind bekanntlich die Bienen.

So gibt es für jedes Bienensterben eine gute Begründung und nicht die Gentechnik, nicht die Klimaveränderung, nicht die pflanzlichen Monokulturen haben damit etwas zu tun.

Auf jeden Fall wehren sich die Imker gegen die Bedrohung der Bienen, aber scheinbar ohne richtige Argumente. Jedes der Argumente kann entkräftet werden. “Möglicherweise könnte der verteufelte Gentechnikmais sogar zum Retter der Bienen werden, weil er einen Bienen schädigenden Giftstoff überflüssig macht.” (Die Welt, 19.07.2008)

Auf der anderen Seite wissen wir, dass es Änderungen in der Umwelt und Technologie gibt, die sehr wohl eine Auswirkung auf die Natur und uns haben. Vielleicht ist es nicht nur die Gentechnik und nicht nur die Monokultur, die zu einer Veränderung der Rahmenbedingungen für die Bienen beiträgt.

Werde heute erstmal ein Glas Honig kaufen …