Archiv für die Kategorie ‘Emmissionsrecht’

Die Finanzkrise und die Umwelt

Freitag, 03. Oktober 2008

Durch die Finanzkrise rutscht automatisch die Diskussion um die Umwelt und Emissionsrechte in den Hintergrund, zu Recht.

Steinmeier erwartet, dass eventuell der Emissionshandel Auftrieb bekommt, da bestimmte Produkte im Finanzbereich fehlen. Die momentane Unsicherheit in Finanzmärkte kann sich aber auch auf den Emissionshandel negativ auswirken.

Ich glaube, dass

  • das Thema Klimaschutz rückt mittelfristig hinter die Themen rund um die Finanzmärkte
  • die Emissionsrechte erfahren durch staatlichen Vorgaben die nötige Transparenz als Alternative zu Finanzmarktprodukten.

PS: Der BDI und das Klima …
Während der Bundesverband der Deutschen Wirtschaft über den “katastrophaler Fehler” der Bundesregierung über die Vollversteigerung der Emissionszertifikate jammert, stellt man gerade fest, dass in Europa die Temperatur schneller als im weltweiten Durchschnitt ansteigt.

Das Kruz mit dem den Emissionsrechten in Deutschland

Montag, 22. September 2008

Erst einmal die gute Nachricht vom 18.09. Umweltminsiter Gabriel konnte sich mit dem Wirtschaftsminister Michael Glos nach langerm Streit Diskussion einigen. Auch für neue Kohlekraftwerke gelten CO2-Emissionsrechte, somit wird der Anreiz für neue Kohlekraftwerke wesentlich geringer. Mal schaun, welche Lobby-Karte nun von den Ernergieversorger in Kürze gezogen wird.

So gewonnen so zerronnen. Ein Tag später lässt uns unsere Bundesregierung wissen, dass kohlenstoffintensive Unternehmen (wie z.B. Stahlhütten) bis 2020 von der Auktion der CO2-Zertifikate ausgenommen sind.  Welche Branchen darunter fallen ist nicht klar, aber gerade die aus Umweltschutz entscheidenden Branchen von der Versteigerung auszunehmen ist kaum nicht zu verstehen. “Bevor man sich an das Krebgeschwürz traut, macht man lieber erst die Schönheits-OP an der Nase.”
Ich überlege gerade, wie ich meinen Kinder das später mal erklären soll.

Weltsteuer und Wolf im Schafspelz

Sonntag, 07. September 2008

Globale Klimasteuer … Da stolpere ich heute über eine Tagung im kühlen Norden, wo man vorschlägt, eine Weltsteuer für den Kilmaschutz einzuführen. Also genauer: Der globale Handel mit Emissionsrechten soll weiterausgebaut werden, u.a. sollen in sämtlichen Ländern die wichtigsten Verschmutzer identifiziert werden. Im gleichen Zug wird eine globale Steuer für den Kilmaschutz eingefügt. Wenn man die Idee ohne den Hintergrund der Schwierigkeiten beim Kyoto-Protokoll und der Heterogenität aller Staaten betrachtet, sicherlich eine wertvolle Idee. Wenn man die Welt betrachtet, auf der wir leben, ist diese Idee nicht für diese gemacht.

Schweine im Weltall Berlin … In einem Jahr sollen 100 Smarts mit Elektroantrieb in Berlin fahren. Das Ganze wird von RWE und Daimler vorangetrieben. RWE setzt (u.a.) auf Braunkohle, 25% ist der Durchschnitt, RWE liegt bei 42% im Energiemix. Nun jetzt weiss man, wie der Abbau der Braunkohle Einfluss auf die Landschaft und auf das Klima nimmt. Da muss man kein Umweltschützer sein, um sich für den Erhalt einer natürlichen Umwelt sich einzusetzen (s. dazu Tagebau Hambach).
Die Aktion in Berlin hatte auch was Gutes. Greenpeace veredelte die Smarts in pinkfarbene Schweine. Sehr nett …