Archiv für die Kategorie ‘CO2-Ausstoss’

Die Finanzkrise und die Umwelt

Freitag, 03. Oktober 2008

Durch die Finanzkrise rutscht automatisch die Diskussion um die Umwelt und Emissionsrechte in den Hintergrund, zu Recht.

Steinmeier erwartet, dass eventuell der Emissionshandel Auftrieb bekommt, da bestimmte Produkte im Finanzbereich fehlen. Die momentane Unsicherheit in Finanzmärkte kann sich aber auch auf den Emissionshandel negativ auswirken.

Ich glaube, dass

  • das Thema Klimaschutz rückt mittelfristig hinter die Themen rund um die Finanzmärkte
  • die Emissionsrechte erfahren durch staatlichen Vorgaben die nötige Transparenz als Alternative zu Finanzmarktprodukten.

PS: Der BDI und das Klima …
Während der Bundesverband der Deutschen Wirtschaft über den “katastrophaler Fehler” der Bundesregierung über die Vollversteigerung der Emissionszertifikate jammert, stellt man gerade fest, dass in Europa die Temperatur schneller als im weltweiten Durchschnitt ansteigt.

Carbon Capture Storage macht die Runde

Donnerstag, 25. September 2008

Bravo, die Lösung für Europas Klima ist in Sicht.

Da schreibt man “CO2-Speicherung: Europas Klimaproblem ist lösbar“. Im ersten Moment dachte ich, dass nun große Schutzwälle hochgezogen werden, damit Europa seine eigene CO2-Reduktion vollziehen kann. Nein, natürlich nicht. Es geht um die CO2-Speicherung imErdreich.

Die Unternehmensberater von Boston und McKinsey glauben an diese Technologie und preisen schon heute die zukünftige Lösung für die europäischen Klimaprobleme.

Im Osten geht die Sonne auf,
bekommt eine neue Bedeutung. Für 70 Mio. wurde die Schwarze Pumpe modernisiert und die CCS-Technologie eingeführt. Das erste Kohlekraftwerk fast ohne CO2-Ausstoss in die Luft.

Mal schaun, wie sich die Technologie bewährt. Wünschenswert wäre es, sehr sogar.

Je wärmer, desto mehr CO2

Donnerstag, 25. September 2008

Man könnte sagen, da haben wir das Schlamassel.

Forscher haben herausgefunden, dass bei einer Erwärmung der Erde die Pflanzen die Fotosynthese reduzieren und dadurch weniger CO2 umgewandelt wird. Nur auf die Umwandlung des CO2 bezogen, heisst dieses, dass unsere Pflanzen durch die Erwärmung die Erderwärmung selbt beschleunigen.

Ab welchem Erwärmungsgrad eine Sättigung der Abnahme der CO2-Umwandlung geschieht, wurde (noch) nicht untersucht.

Tja, dann mal willkommen in einer momentan expontiellen Erderwärmung
Gestützt werden die Aussagen von einer anderen Studie, die die kleine Eiszeit (15.-19. Jhd) untersuchten.  Hier kommen die Forscher auch zu dem Ergebnis, dass höhere Temperaturen die Umwandlung von CO2 beeinträchtigen.

Schönes Schlamassel, und wir diskutieren noch was wir alles zur Reduktion beitragen sollen/wollen. Die Antwort ist durch die Studie vorgegeben: Alles.

Das Kruz mit dem den Emissionsrechten in Deutschland

Montag, 22. September 2008

Erst einmal die gute Nachricht vom 18.09. Umweltminsiter Gabriel konnte sich mit dem Wirtschaftsminister Michael Glos nach langerm Streit Diskussion einigen. Auch für neue Kohlekraftwerke gelten CO2-Emissionsrechte, somit wird der Anreiz für neue Kohlekraftwerke wesentlich geringer. Mal schaun, welche Lobby-Karte nun von den Ernergieversorger in Kürze gezogen wird.

So gewonnen so zerronnen. Ein Tag später lässt uns unsere Bundesregierung wissen, dass kohlenstoffintensive Unternehmen (wie z.B. Stahlhütten) bis 2020 von der Auktion der CO2-Zertifikate ausgenommen sind.  Welche Branchen darunter fallen ist nicht klar, aber gerade die aus Umweltschutz entscheidenden Branchen von der Versteigerung auszunehmen ist kaum nicht zu verstehen. “Bevor man sich an das Krebgeschwürz traut, macht man lieber erst die Schönheits-OP an der Nase.”
Ich überlege gerade, wie ich meinen Kinder das später mal erklären soll.

Weltsteuer und Wolf im Schafspelz

Sonntag, 07. September 2008

Globale Klimasteuer … Da stolpere ich heute über eine Tagung im kühlen Norden, wo man vorschlägt, eine Weltsteuer für den Kilmaschutz einzuführen. Also genauer: Der globale Handel mit Emissionsrechten soll weiterausgebaut werden, u.a. sollen in sämtlichen Ländern die wichtigsten Verschmutzer identifiziert werden. Im gleichen Zug wird eine globale Steuer für den Kilmaschutz eingefügt. Wenn man die Idee ohne den Hintergrund der Schwierigkeiten beim Kyoto-Protokoll und der Heterogenität aller Staaten betrachtet, sicherlich eine wertvolle Idee. Wenn man die Welt betrachtet, auf der wir leben, ist diese Idee nicht für diese gemacht.

Schweine im Weltall Berlin … In einem Jahr sollen 100 Smarts mit Elektroantrieb in Berlin fahren. Das Ganze wird von RWE und Daimler vorangetrieben. RWE setzt (u.a.) auf Braunkohle, 25% ist der Durchschnitt, RWE liegt bei 42% im Energiemix. Nun jetzt weiss man, wie der Abbau der Braunkohle Einfluss auf die Landschaft und auf das Klima nimmt. Da muss man kein Umweltschützer sein, um sich für den Erhalt einer natürlichen Umwelt sich einzusetzen (s. dazu Tagebau Hambach).
Die Aktion in Berlin hatte auch was Gutes. Greenpeace veredelte die Smarts in pinkfarbene Schweine. Sehr nett …

Verrückte Gletscheraktion

Samstag, 16. August 2008

da gibt es einen Mainzer Professor, Herrn Hans-Joachim Fuchs, der einen Gletscher retten möchte, in dem man den Wind als eine Ursache der Erosion verhindert: Man(n) baut einen Windfang. Der ausführliche Bericht, gerne auch mit einen guten Pfund Kritik an diesem Vorhaben, gibt es bei SpON: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,572107,00.html

Für mich zusammenfassend: die Idee etwas merkwürdig und anscheinend nicht zielführend. Wenn man sich die Medienberichte anschaut, ist eventuell es auch nicht primäres Ziel einer Gletscherrettung.

Lufthansa senkt 25% CO2-Ausstoss bis 2020

Mittwoch, 18. Juni 2008

Lufthansa senkt den Ausstoss von CO2 um 25% pro geflogenen km bis 2020. Das Instrument hierzu besteht in der Beimischung von 5-10 Biosprit in Kerosin.

Quelle: http://www.baz.ch/news/index.cfm?keyID=02FAED07-AC4E-423C-90C2AC226F4B680D&startpage=1&ObjectID=912D4A8E-1422-0CEF-70B600B72E358109

Porsche trickst

Mittwoch, 18. Juni 2008

Porsche will mit Volkswagen noch mehr anbandeln. Man spricht sogar von einer Fusion.

Hintergrund ist die Verrechnung der Fahrzeugflotte von Volkswagen mit der von Porsche. Nach heutigen Stand müsste Porsche 400 Mio. € Strafe im Jahr zahlen.

2006/2007 hat Porsche 97.515 Neufahrzeuge verkauft.
Das würde bedeuten, 4.100€ Umweltstrafe pro Neufahrzeug. Statt nun mit Volkswagen sich nachhaltig zu liieren, sollte man den Porsche-Käufern reinen Wein einschenken und ruhig verkünden, dass ein Porsche 911 Carrera 230 Gramm CO2 produziert (120 Gramm ist der EU-weite Flottendurchschnitt).

Quelle:

http://www.handelsblatt.com/news/Default.aspx?_p=200038&_t=ft&_b=1443498

http://www.porsche.com/filestore.aspx/default.pdf?pool=germany&type=download&id=ar-0607-download-annualreport-annualreport〈=none&filetype=default